Das zunächst friedliche Straßenfest im Hamburger Schanzenviertel ist wieder einmal von Randalierern beendet worden. Am späten Abend wurden Feuer entzündet und Polizisten mit Brandsätzen, Steinen und Flaschen beworfen. Die Beamten gingen mit Wasserwerfern gegen rund 200 Krawallmacher vor.
Ein Jahr nach dem Luftangriff von Kundus hat das erste Opfer Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Anwälten zufolge handelt es sich um den Fahrer eines der Tanklaster, die auf Anordnung der Bundeswehr bombardiert worden waren. Er fordert Schmerzensgeld und medizinische Versorgung.
Afghanistans Präsident Karsai will mit Hilfe eines Friedensrates die Gespräche mit den radikalislamischen Taliban in Gang bringen. Dem Gremium sollen unter anderem einflussreiche Stammesführer angehören. Derweil wurden bei Anschlägen in Kundus und Kandahar insgesamt zehn Menschen getötet.
Sechs Wochen nach der Katastrophe bei der Loveparade ist in Duisburg noch einmal der 21 Opfer gedacht worden. Mehrere hundert Menschen versammelten sich am Unglückstunnel. Dort ging die offiziell erklärte Trauerzeit zu Ende. Heute soll die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Zehntausende Menschen haben in Frankreich gegen den Umgang der Regierung mit den Roma protestiert. Bei Demonstrationen im ganzen Land forderten sie, die rigide Abschiebepraxis gegen die Roma zu beenden. Aufgerufen zum Protest hatten 50 Organisationen.
Mehrere tausend Menschen haben in Dortmund friedlich gegen eine Kundgebung von Rechtsextremisten demonstriert. Auseinandersetzungen gab es zwischen der Polizei und rund 500 Neonazis sowie einzelnen linken Demonstranten. Zu den Protesten gegen Rechts hatte auch die Stadt aufgerufen.
In Chinas Städten sind sie angesagt: lautlose, abgasfreie Elektrofahrräder. Dass diese Zweiräder dominieren, liegt am Verbot von Mopeds und Motorrädern. Umwelfreundlich sind die E-Bikes auch nur auf den ersten Blick. Denn Elektroenergie wird vor allem mit Kohle gewonnen.
Die Bundesbankspitze wirft Sarrazin gravierende Verstöße seiner Pflichten vor. Das notwendige Vertrauensverhältnis sei nicht mehr gegeben. Über eine Abberufung entscheiden muss letztlich Bundespräsident Wulff, der den Fall prüfen lässt. Sarrazin selbst warnte Wulff vor einem "Schauprozess".
Seit Wochen streitet die Koalition über den Kurs in der Atompolitik. Bei einem Treffen morgen im Kanzleramt soll dieser Streit eigentlich ausgeräumt werden. Doch einen Tag davor gibt es keine Anzeichen für eine Annäherung - im Gegenteil: Via Medien bringen sich die Lager nochmal in Stellung.
Felix Sturm bleibt Box-Weltmeister: Der 31-jährige WBA-Superchampion im Mittelgewicht besiegte in Köln Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik nach Punkten. Für Sturm war es der erste Kampf nach einer 14-monatigen Pause. Auf seinem Konto stehen nun 34 Siege in 37 Profi-Kämpfen.
In Afghanistan stehen die Menschen Schlange vor den Banken. Vor allem Kunden der Kabul Bank heben ihr Geld ab. US-Medien hatten berichtet, das Topmanagement der Bank sei wegen Korruption abgesetzt worden. Präsident Karsai versicherte vergeblich, die Einlagen seien sicher. Dennoch wurden bereits Millionen Dollar abgehoben.
In der Gedenkstätte Sachsenhausen ist an die Einrichtung des sowjetischen "Speziallagers Nummer 7" vor 65 Jahren erinnert worden. Bis 1950 waren auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers rund 60.000 Menschen inhaftiert, in erster Linie Nazi-Funktionäre. Fast 12.000 starben an Hunger und Krankheiten.
Orte entlang der Ruhr zu interpretieren und anders wahrnehmbar zu machen - dies ist das erklärte Ziel des Lichtkunstfestivals "Ruhrlights: Twilight Zone". Auftakt sollte die Installation "Kubik" der Künstlergruppe Modulorbeat aus Münster bilden, die aber aus technischen Gründen verschoben werden musste.
Schöne heile Autowelt: Schnurrende Elektrowagen gleiten durch die Straßen, Qualm und Lärm sind passé. Doch noch bevor dieser Traum flächendeckend wahr wird, zieht Japans Regierung schon mal die Notbremse. Denn ihrer Meinung nach muss, was sich Auto nennt, gefälligst auch so klingen.
Im neuseeländischen Christchurch zeigt sich heute das ganze Ausmaß des schweren Erdbebens: zerstörte Gebäude, Straßen und Schienen, kein Wasser oder Strom. 145 Kilometer entfernt starben neun Menschen bei einem Flugzeugabsturz, darunter ein deutscher Tourist.
Im April war die belgische Regierung am Streit der beiden großen Volksgruppen zerbrochen. Die Neuwahlen im Juni brachten keine Lösung - ganz im Gegenteil. Inzwischen ist die Lage völlig verfahren: Sozialistenchef Di Rupo erklärte Gespräche zur Regierungsbildung für gescheitert. Wie es jetzt weitergeht, ist völlig offen.
In einem Interview, das von israelischen und palästinensischen Medien gemeinsam geführt wurde, hat US-Außenministerin Clinton noch einmal eindringlich an beide Seite appelliert: Einen Plan B als Alternative zu den Friedensgesprächen gebe es nicht. Erneut ging sie auf die Rolle Irans ein.
Der neue Zwischenfall auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko hat in den USA die Debatte über die Risiken der Ölförderung wieder angeheizt. Während die einen schärfere Sicherheitsstandards und Bohrstopps fordern, sehen die anderen Tausende Arbeitsplätze in Gefahr.
Auch drei Monate nach der Parlamentswahl ist in den Niederlanden keine neue Regierung in Sicht. Nach mehreren Sondierungen ist auch die Bildung einer Minderheitsregierung geplatzt. Der rechtskonservative Wahlsieger Rutte will nun nach neuen Koalitionspartnern suchen.
Eine Boeing 747-400 des Paketdienstes UPS ist kurz nach dem Start in Dubai verunglückt. Die Maschine, die auf dem Weg nach Köln war, stürzte nahe einer Schnellstraße ab und ging in Flammen auf. Die beiden Piloten kamen ums Leben. Am Boden gab es offenbar keine Opfer.